Neuigkeit vom 25.11.2019

MUF am Paracelsusbad ist Geschichte – Bau der Flüchtlingsunterkunft scheitert am Denkmalschutz

Laut Nachrichten aus den Medien ist der Plan des Senats, eine sogenannte Mobile Unterkunft für Flüchtlinge (MUF) am Reinickendorfer Paracelsusbad zu bauen, gescheitert. Die Oberste Denkmalschutzbehörde ist dem Einspruch der Reinickendorfer Denkmalschutzverwaltung gefolgt und hat laut den aktuellen Informationen einen entsprechenden Antrag des Senats auf Bau der MUF abgelehnt. Damit bestätigen sich die von Anfang an seitens der Bürgerschaft angeführten Einwendungen gegen die Errichtung der MUF an dieser Stelle. Die Diskussionen um den Standort, die im Sommer 2018 ihren Anfang nahmen und in den Medien wie in der politischen Landschaft über Reinickendorf hinaus ihren Widerhall fanden, haben sich immer wieder -allen gegenteiligen Unterstellungen zum Trotz- vorrangig um den Ensembleschutz des unter Denkmalschutz stehenden Paracelsusbad gedreht. Zudem zeigten die dann in 2019 bekannt gewordenen Planungen zur Errichtung der MUF, dass die Sozialauswirkungen auf Infrastruktur, Kitas, Schulen und Jugendfreizeiteinrichtungen keinerlei Eingang in die Gedankenwelten der verantwortlichen Senatsverwaltungen gefunden hatten. Emine Demirbüken-Wegner, in deren Wahlkreis das Paracelsusbad liegt, der Wittenauer Bezirksverordnete Björn Wohlert und Burkhard Dregger, Wahlkreisabgeordneter im angrenzenden Reinickendorf-Ost, hatten von Anfang an auf eine sachliche Bürgerinformation gesetzt und zusammen mit Mitgliedern der sich bildenden Bürgerinitiative vielerlei Veranstaltungen und Informationspapiere unter die Bürgerschaft gebracht. Ärgerlich zeigen sich Demirbüken-Wegner und Wohlert allerdings über die seitens des Senats nunmehr gezeigte Informationspolitik: „Es ist schon sehr befremdlich, dass eine Abgeordnete der die Ansiedlung der MUF verteidigenden Reinickendorfer SPD mit dieser Information als erste in die Öffentlichkeit tritt. Uns ist es relativ egal, wer auf der politischen Ebene den Finger als Erster oben hat. Vielmehr hätten es aber die Bürgerinnen und Bürger in Wittenau, Reinickendorf-West und Reinickendorf-Ost verdient gehabt, hier vom Senat selbst aus erster Hand informiert zu werden. Aber guter Stil ist in der Gesamtangelegenheit vom Senat hier nie gezeigt worden!“

Personen im Zusammenhang

Emine Demirbüken-Wegner
Emine Demirbüken-Wegner, 58